PEREGRINATION – auf Pilgerschaft sein, das bedeutet jenseits des eigenen, heimatlichen Ackers, in der Fremde herumziehen, fern von zu Hause und Heimat leben.

 

PILGERN

...mehr als weitwandern,

...ganz sicher nicht Wallfahrten,

pilgern ist leben + !

Pilgern ist mehr als weit wandern oder wallfahren, pilgern ist den Körper in ein Vorwärts zu bewegen, dabei auch Geist und Seele anstupsen zu lassen und sich dadurch zu verändern, zu bilden, zu reifen und zu wachsen. 

 

Pilgern heißt aber auch: 

 

Sich körperlichen, geistigen, seelischen und spirituellen Herausforderungen stellen und sich auf neue Erfahrungen einlassen: 

 

Sehnsucht:  damit beginnt die Pilgerschaft, eine Idee, eine Unzufriedenheit, ein  leiser Ruf,   eine Hoffnung steigt aus der Tiefe der Seele auf  und will nicht überhört werden, sondern wahrgenommen werden, es muss doch noch mehr als das bisher Gewesene geben. 

 

Aufbrechen: das ist der erste Schritt, um Abschied zu nehmen für eine gewisse Zeit, lösen aus Bindungen, Geborgenheit und Gewohnheiten, um in die Fremde zu gehen. 

 

Unterwegssein: von Ort zu Ort pilgern, ständig äußerlich und innerlich in Bewegung sein,  sich selbst besser kennen lernen, zur eigenen Mitte finden, entdecken, dass mein Leben  ein Weg ist, ein Pilgerweg zu Gott. 

 

Leben in der Fremde: hier begegnen wir landschaftlich, kulturell und zwischenmenschlich viel Neues 

 

Gehen und bewegen: das heißt, im äußeren Gehen bewegen wir uns auf Pilgerwegen, aber wir lassen uns auch von einem Wort, einem kulturellen Zeugnis, einer Begegnung innerlich bewegen- wir werden berührt. 

 

Schweigend gehen: hier sammelt sich die Energie für die Schritte der Verwandlung. 

 

Begegnen: sich selbst, anderen Menschen und Gott. 

 

Innehalten: zu rasten, eine Atempause für Leib und Seele einzulegen, eigene Gedanken nachzugehen und dabei zu sehen, hören, riechen, staunen, zu danken und zu beten, um innere Kräfte sammeln. 

 

Gehen auf ein Ziel hin: auf etwas sinnen, nach dem Sinn des Lebens fragen, nach dem Ziel suchen. 

 

Ankommen am Ziel: Eine Sehnsucht hat sich erfüllt, ich erlebe mich als zur Gemeinschaft der Pilger, die ihr Ziel erreicht haben, zugehörig sein. Jede Ankunft

 

Am Ziel bedeutet auch Heimkehr und Rückkehr zur Pilgerschaft im Lebensalltag, denn wir sind niemals am Ziel, sondern immer auf dem Weg!